Saphiro's Blog

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My Pascale Artikel Januar 2006

Imbolc – Das Fest der Flammen
Imbolc symbolisiert das Ende des Winters und den Frühlingsanfang - auch wenn wir in unseren Gefilden noch wenig von frühlingshaften Temperaturen verspüren! Spirituell und magisch aber können Sie sich schon darauf vorbereiten - Saphiro de Mabon verrät, was zu tun ist!

Imbolc - Das Fest der Flammen
von Saphiro de Mabon

Das dritte Fest im Wicca-Jahreskreis ist Imbolc, das am 2. Februar begangen wird. Dieses Fest symbolisiert das Ende des Winters und den Anfang des Frühlings. Weitere Namen für diesen Sabbat sind Candlemas und Lichtmess.


Mit dem Erscheinen der ersten grünen Triebe werden wir uns der neu erwachenden Lebenskraft bewusst. Die Tage werden wieder merklich länger. Die Göttin, die den Winter über in der Unterwelt verbrachte, kehrt jetzt zurück. Die Natur beginnt sich zu regen. Schneeglöckchen brechen durch das kalte Weiß hindurch – doch noch immer herrschen winterliche Temperaturen und fast überall liegt um diese Zeit noch Schnee.

Das heidnische wie auch das christliche Fest zum sind der Jungfräulichen Göttin gewidmet, deren Bild in der christlichen Maria aufgenommen wurde. Imbolc ist auch unter der Bezeichnung „Brigids Day“ bekannt, da an diesem Tag ursprünglich die Kelten der Göttin Brigid gedachten. Die katholische Kirche übernahm die keltische Göttin Brigid in ihren Kult und machte die "heilige Brigid" daraus , deren Gedenktag ebenfalls am 2. Februar begangen wird.


Die Zeit, in der die junge Hexe initiiert wird
In vielen Hexentraditionen und –zirkeln ist Imbolc das Fest, an dem neue Hexen ihre Initiation erhalten, ihre Einweihung. In einigen Traditionen erneuern bereits initiierte Hexen ihren Eid oder erhalten weitere Weihungen. Magisch gesehen ist dieser Sabbat eine gute Zeit für neue Pläne und die ersten Schritte zu deren Umsetzung. Auch Kerzenmagie gehört traditionell zu dieser Zeit.

Reinigung und Erneuerung
Doch vor allen Dingen ist die Zeit dieses Festes eine der Reinigung und Erneuerung. Die Häuser und Wohnungen werden gründlich gereinigt (materiell wie spirituell) und neu gesegnet bzw. geschützt.

Die vorherrschende Farbe ...
... dieses Sabbats ist weiß, was der Reinheit und dem Neuanfang Ausdruck verleihen soll. Einige Hexen mischen auch rote Elemente dazu, z.B. eine rote Kerze, um das Leben zu versinnbildlichen.

Milch und helle Speisen...
... z.B. Fisch sind die vorherrschenden Speisen und Getränke.

Da Imbolc ein Fest der Kerzen ist, möchte ich Ihnen nachfolgend zwei Beispiele dafür geben, wie Sie Imbolc mit Kerzen besonders festlich begehen können:

Reinigungsritual zum Fest der Kerzen mit Salz und Besen

Sie benötigen hierfür einen Besen, eine kleine Schale mit Wasser, etwas Salz und so viele weiße Kerzen, wie Sie Räume zur Verfügung haben (zählen Sie den Flur mit!).

Bereiten Sie einen kleinen Tisch vor, auf dem Sie alle vorgenannten Dinge abstellen. Nun streuen Sie drei Prisen Salz gegen den Uhrzeigersinn in die Schale mit Wasser. Halten Sie anschließend ihre Hände darüber und stellen Sie sich vor, wie ein hell strahlendes weißes Licht aus Ihren Handflächen in die Schale strömt.

Nun schnappen Sie sich den Besen und fegen Sie die Räume aus. Es geht hierbei nicht so sehr um den physischen Schmutz, den sie fortfegen, sondern den spirituellen. Stellen Sie sich ruhig vor, wie Sie große Staubwolken aufwirbeln. Nehmen Sie sich jeden Raum vor, auch den Flur. Anschließend gehen Sie mit der Wasserschale durch die Räume und versprenkeln überall etwas Salzwasser – achten Sie besonders auf Ecken. Stellen Sie sich vor, wie die aufgewirbelten Staubwolken von einer großen Welle einfach fortgespült werden.

Zum Abschluss nehmen Sie sich die Kerzen. Zünden Sie in jedem Raum eine Kerze an, gehen Sie gegen den Uhrzeigersinn mit ihr an der Wand entlang. Anschließend stellen Sie die Kerze im Zentrum des Raumes ab (sofern möglich) und stellen sich vor, wie sich eine gewaltige Feuersbrunst durch den Raum bewegt und die Reste an negativer Energie verbrennt, die vom Wasser nicht fortgerissen wurden. Die Kerzen lassen Sie unter Beobachtung abbrennen.

Kerzenmagie für Imbolc
Die Kerzenmagie ist eine der einfachsten magischen Methoden, die wir Hexen kennen und anwenden - das können Sie auch, wenn Sie selbst keine Wicca, kein Hohepriester, sondern einfach neugierig sind, oder das Bedürfnis nach einer besonderen Handlung an diesem Feitertag verspüren!

Nehmen Sie eine weiße Kerze zur Hand. Reinigen Sie die Kerze, indem Sie sie mit Salzwasser abreiben und sich dabei vorstellen, wie weißes Licht in die Kerze eindringt und diese von innen heraus strahlt. Anschließend ritzen Sie mit einer Nadel oder einem Nagel so knapp es geht einen Wunsch in die Kerze, z.B. beruflicher Erfolg, Glück, Wohlstand, Freundschaften schließen (halt alles, was Ihnen einfällt und Ihnen besonders am Herzen liegt).

Anschließend greifen Sie zu einem Feuerzeug oder Streichhölzern und zünden Sie die Kerze an. Und jetzt kommt der schwierigste Teil daran: Stellen Sie sich die gewünschte Situation möglichst genau vor. Und zwar so, als ob sie bereits eingetreten ist. Wenn Sie möchten, können Sie Brigid oder Maria um ihre Unterstützung bitten. Die Kerze lassen Sie bitte in einem Stück ausbrennen. Danach heißt es für Sie: Geduld aufbringen, bis Ihr Zauber sich manifestiert. Und seien Sie auch nicht überrascht, wenn sich der Zauber in einer anderen, gänzlich unerwarteten Form manifestiert – so etwas kann vorkommen, wenn man Wünsche äußert, die einem "nicht zustehen"!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß an diesem Sabbat und einen guten Start ins neue Jahr!

Blessed be!
Ihr Saphiro de Mabon

1 Kommentar 10.6.07 18:33, kommentieren

My Pascale Artikel Dezember 2005

Die zwölf Raunächte
Die Raunächte sind nicht nur metereologisches, sondern auch mystisches Ereignis. Die Tradition der Perchten, des Wilden Jäger oder der "Hollen", kleinen Geistern, die unter Bäumen, Hecken und Büschen leben, so der Volksglaube, fliesst in ihre Mystik ein

Die zwölf Raunächte
Nach dem Fest der Wintersonnenwende, dem Yulefest, folgen die zwölf Rauhnächte, auch Rauchnächte, Zwölfte oder Glöckelnächte genannt. Diese Nächte beginnen am 25. Dezember und enden am 05. Januar. Die Raunächte sind keine Station auf dem Wicca-Jahresrad, aber da sehr viele Wiccas sich in diesen Nächten treffen, um zu feiern, halte ich es für angemessen, sie im Rahmen dieser Reihe vorzustellen. Jede der 12 Raunächte repräsentiert nach altem Volksglauben einen Monat des kommenden Jahres und wird einem Tierkreiszeichen und einem Planeten zugeordnet.


Das wütende Heer
In dieser Zeit zieht das Wütende Heer oder die Wilde Jagd über Himmel und Land. Im deutschen Volksglauben nannte man das "Wuotanes her", nach Wuotan „der Wütende”. Damit war ein Geisterheer´gemeint, das nachts mit Jagdrufen und Hundegebell durch die Luft braust, geführt vom Wilden Jäger Wuotan. Für diesen gibt es auch die Bezeichnungen Wotan, Wode, Heiljäger, Hackelbernt und noch viele andere. Meistens zeigt er sich bei dieser Gelegenheit zu Pferde in Hut und Mantel. Hüten müssen sich vor der Wilden Jagd nicht allein Menschen, auch die Moosweibchen der Waldleute fallen ihr zum Opfer. Nicht nur Wuotan, auch die in Nord- und Mitteldeutschland Holda oder in Süddeutschland Perchta genannte Göttin braust auf diese Weise als Anführerin des Geisterheeres durch die Zwölften, dier Zeit zwischen den Jahren.

Das Gefolge sollen die Seelen Verstorbener bilden (Totenheer), außerdem Schweine, Hasen und andere Tiere. Dem Heer von Geistern eilen schwarze Hunde bellend voraus. Am 06. Januar jedoch werden die Häuser gereinigt; alle Geister des vergangen Jahres sollen nun durch Räucherungen verjagt werden. Danach werden die Häuser durch magische Zeichen geschützt, die an der Eingangstür angebracht werden.

Brauchtum und Aberglaube
Während der Rauchnächte sollte man sich still und unauffällig verhalten und keine wesentliche Arbeit verrichten. Wer die "Zwölften" nicht hält, hieß es im allgemein, zieht sich Kröten, Frösche oder Läuse ins Haus und hat das ganze nächste Jahr über Unglück. Auf keinen Fall sollte man während dieser Tage Wäsche im Freien oder auf dem Dachboden aufhängen, da sonst Krankheiten in die Kleidungsstücke kommen, die sich dann auf den Menschen übertragen. Weiterhin verboten waren: Spinnen, Nähen, Klöppeln, Mangeln, Dreschen, Stiefel schmieren und Nägel einschlagen, sich die Füße zu waschen und die Haare zu schneiden.

Frühmorgens darf man nicht pfeifen, keine Nüsse, Äpfel oder sonst etwas vom Boden aufheben, nichts ausleihen und nicht den Kehricht zur Tür hinauskehren. Erbsen und überhaupt Hülsenfrüchte darf man auf keinen Fall essen, weil man sich sonst, wie es in Westfalen und Franken hieß, Geschwüre zuzieht oder krank wird.

Haus und Stall wurden vom Hausvater mit Weihwasser und Weihrauch gesegnet, Kerzen entzündet und Gebete gesprochen. Die Geister der Verstorbenen wurden (je nach Region) bewirtet oder mit Weih- und Wacholderrauch vertrieben. Besonders Frauen und Kinder sollten darauf achten, in diesen „gefährlichen“ Nächten noch vor Einbruch der Dunkelheit im Haus zu sein und dieses danach auch nicht mehr zu verlassen, bis die Sonne am nächsten Morgen wieder aufging.

Der Verzehr von Grünkohl soll sich dagegen in jeglicher Hinsicht positiv auswirken. Eine der wenigen Tätigkeiten, die für die Raunächte ausdrücklich empfohlen werden, ist das Besenbinden, denn mit "Zwölftbesen" kann man, wie es in Anhalt hieß, die Raupen aus dem Kohl treiben. Auch sollen solche Besen gegen Ungeziefer und Hexerei schützen und das Vieh gedeihen lassen. Speziell geeignet sind die Zwölften zum Durchführen aller möglichen Arten von Orakeln, darunter vor allem solche, die Auskünfte über das kommende Jahr vermitteln.

Weiter glaubte man, dass alles, was man in diesen Nächten träumte, sich im jeweiligen kommenden Monat erfüllen würde, d.h. hat man in der dritten Nacht beispielsweise einen Traum übers Heiraten, würde man im März Hochzeit feiern oder aber auf einer Hochzeit zu Gast sein!

Jede der Raunächte ist einem Monat, Sternzeichen und Planeten zugeordnet
25. Dezember Widder Mars
26. Dezember Stier Venus
27. Dezember Zwilling Merkur
28. Dezember Krebs Mond
29. Dezember Löwe Sonne
30. Dezember Jungfrau Merkur
31. Dezember Waage Venus
1. Januar Skorpion Pluto
2. Januar Schütze Jupiter
3. Januar Steinbock Saturn
4. Januar Wassermann Uranus
5. Januar Fische Neptun

20.10.06 16:19, kommentieren

My Pascale Artikel November 2005

Yule - Das Fest des wiederkehrenden Lichts

Dieses Fest im Jahreskreis der Wicca wird auch Mittwinterfest oder Wintersonnenwende genannt. Die Wintersonnenwende fällt zumeist auf den 21. Dezember, sie kann sich jedoch auch schon einmal um ein paar Tage verschieben. Generell wird sie daher zwischen dem 20. und 23. Dezember festlich begangen - schauen Sie einfach auf Ihrem Kalender nach, wann wir offiziell „Winteranfang“ haben!



Yule - Zeit der Finsternis
Yule, liebe Leserinnen und Leser, wird zu den sogenannten „Hohen Festen“ im Jahreskreis der Wicca gezählt, da an diesem Sabbat des wiederkehrenden Lichts gedacht wird. Für die Menschen früherer Zeit war es nämlich durchaus nicht selbstverständlich, dass auf jeden Winter der Frühling folgte und auf die Dunkelheit das Licht. Yule repräsentiert somit die Zeit der tiefsten Finsternis, der längsten Nacht und des kürzesten Tages. Die Natur hat sich in sich selbst zurückgezogen und wartet auf Erneuerung. Auf den ersten Blick scheint in ihr kein Leben mehr zu sein, die Erde liegt wie tot unter einer stillen, weißen Decke. Doch der erste Blick trügt, denn es gibt auch jetzt noch Leben: Immergrüne Pflanzen und Bäume z.B., die deshalb auch eng mit der Symbolik dieses Festes verknüpft sind. Die Menschen glaubten früher, die Erde stehe still und hielte den Atem an, und dort – mitten in der Dunkelheit – geschähe die Wende: Die Göttin bringt ein Kind auf die Welt, das Sonnenkind. Nun werden die Nächte wieder merklich kürzer und die Tage heller, das Licht hat den Sieg über die Dunkel davongetragen.

Das christliche Weihnachtsfest
AdventsgesteckIn diesem Sinne ist es kein Wunder, dass auch der christliche Einfluss, unter dem seit dem 4. Jahrhundert jeweils am 25. Dezember das Weihnachtsfest als der Geburtstag Jesu begangen wird, dem Brauch des Yulefestes nichts anhaben konnte! Zwar wurde im Laufe der Christianisierung die ursprüngliche Symbolik von der Kirche adaptiert, Namen und Orte verändert – und so aus der Geburt des Sonnengottes durch die Große Göttin die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria! Dennoch ist das Yulefest bis heute in eigenständiger Form erhalten geblieben.



Auch der heute vielfach aufgestellte Tannenbaum ist ein übrig gebliebenes Symbol des „Ursprungsfestes“ Yule und geht auf alte, u.a. germanische Lichterbräuche zurück. Zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert wurden erstmals im Elsaß sogenannte Maien, frische grüne Zweige, anlässlich der Weihnacht geschmückt. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich eine Art Weihnachtsbaum, der dem heute gebräuchlichem gleicht. Doch der neue, nun christlich gewordene Lichterbaum hatte genau wie die alten Bräuche nur ein Ziel: die Menschen daran zu erinnern, dass die scheinbar tote Natur lebt und das Licht zurückkehrt in die Welt. Auch der Adventskranz, ein heidnisches Ur-Symbol für den Kreislauf der Natur, wurde vom christlichen Kulturgut übernommen und verbreitete sich seit dem 1.Weltkrieg als vorweihnachtlicher Brauch.

Wie feiert man Yule?
Das Yulefest feiert man so wie auch das Weihnachtsfest mit der Familie oder guten Freunden - aber eben im ursprünglichen Sinne als ein Fest des naturbezogenen Jahreskreises und seiner Gottheiten. Schmücken Sie Ihr Haus mit Immergrünen Zweigen, z.B. mit Tanne und Stechpalme und achten Sie darauf, dass die Beeren daran hängen bleiben. Auch der Yulescheit gehört zu dieser Zeit dazu, ebenso wie süße Honigkuchen, Nüsse, Dörrobst und Lebkuchen – und natürlich Kerzen. Kerzen symbolisieren die Kraft des Lebens, das auch durch die Sonne repräsentiert wird.

- Der Yulescheit:
Dieser wird vom Ast einer Eiche geschlagen und sollte mindestens 30 cm lang sein. Wenn Sie sich Ihr Stück Eichenholz selbst sammeln möchten, gehen Sie rechtzeitig in den Wald. Denn je dicker der Stamm ist, den Sie verwenden möchten, um so mehr Zeit benötigen Sie für seine Trocknung. Mitte November ist der beste Zeitpunkt, um auf die Suche zu gehen. Ansonsten gehen Sie in eine Holz- oder Gartenhandlung oder zur örtlichen Försterei. Dort werden Sie preiswert ein passendes Stück Holz erwerben können. Zusätzlich benötigen Sie einige Tannenzapfen in verschiedenen Größen und Immergrüne Zweige. Hierfür eignen sich Stechpalme, Tanne und Kiefer besonders gut. Mit einer Heißklebe-Pistole und einem langen, breiten Stück roten Schleifenbandes kann Ihre Arbeit beginnen!

Starten Sie mit Ihrer Dekoration vom Zentrum des Scheites aus. Arrangieren Sie die Zweige und die Zapfen so, wie es Ihnen gefällt. Dann befestigen Sie beides mit dem Heißkleber auf dem Eichenholz. Zum Abschluss binden Sie die rote Schleife um die Mitte des Yule-Scheites. Wenn Sie möchten, können Sie vor dem Arrangieren auch noch zwölf Löcher in das Holz bohren, so dass sie später kleine rote Kerzen hineinstecken können. Ansonsten platzieren Sie den Yulescheit in einem Kreis inmitten von zwölf roten Kerzen, denn Rot ist die Farbe des Lebens und hat deshalb gerade an Yule eine ganz besondere Bedeutung.



Vorschlag für eine Feier im großen Kreis
Arrangieren Sie alles so, wie es Ihnen gefällt. Wenn Sie möchten, legen Sie Geschenke bereit. Stellen Sie alles auf einem Tisch bereit, in dessen Nähe Sie sich während der Festlichkeiten aufhalten werden. Das Ritual beginnt mit einer kleinen Einstimmung, während der Sie erzählen, was dieses Fest bedeutet. Dann löschen Sie alle Lichter. Es sollte absolut dunkel sein. Lassen Sie die Dunkelheit auf sich und Ihre Gäste wirken, wenn Sie möchten, können Sie auch gemeinsam singen oder etwas summen.

Nun beginnen Sie, Ihren Gästen etwas zu erzählen – eine Geschichte z.B., die Ihnen sehr gefällt, ein Gedicht, ein Erlebnis, das Sie mit anderen teilen möchten. Wenn Sie fertig sind, zünden Sie eine Kerze an. Nun ist einer Ihrer Gäste an der Reihe – und jedes Mal, wenn etwas erzählt oder vorgetragen wurde, wird eine weitere Kerze angezündet, solange, bis alle Kerzen brennen. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, um sich auf Wunsch gegenseitig zu beschenken.

Den Abschluss dieses Rituals sollte ein gemütliches Essen bilden, bei dessen Zubereitung Ihnen keine Grenzen gesetzt sind!

Vorschlag für eine einzelne Person
Stellen Sie den Yulescheit vor sich auf einen Tisch und einige rote Kerzen darum herum. Wenn Sie mögen, auch ein gutes Glas Wein und einige Kekse oder Nüsse. Sie benötigen noch einen Stift, vozugsweise einen roten, und einige kleine Zettel. Löschen Sie nun alle Lichter. Es sollte absolut dunkel sein. Lassen Sie sich jetzt vor dem Tisch nieder und die Dunkelheit auf sich wirken. Singen oder summen Sie etwas, wenn Ihnen das Spaß macht.

Wenn Sie sich entspannt und bereit für die kommende Zeremonie fühlen, entzünden Sie die Kerzen, die Sie aufgestellt haben – denken Sie daran, was das Feuer der Flammen symbolisiert: Leben, Kraft, Neuanfang und Veränderung. Nun nehmen Sie den Stift und notieren einen Wunsch oder ein Ziel, das Sie im kommenden Jahr erreichen möchten. Stecken Sie den Zettel zwischen die Zweige des Yule-Scheites. Wenn Sie damit fertig sind, trinken und essen Sie nach Herzenslust und genießen Sie einfach die Atmosphäre.

Den oder die Wunschzettel sollten Sie schnellstmöglich, heißt am Besten noch vor der Silvesternacht, in der Erde vergraben. So haben Sie die Wünsche nicht ständig vor Augen – und so kann die Magie Ihres Yulefest-Rituals zu wirken beginnen!
Ich wünsche Ihnen ein schönen Start in den Dezember und ein frohes und gesegnetes Yule-Fest!

Blessed be!
Ihr Saphiro de Mabon

Buchtipp:
Dorothy Morrison
Yul - Das Fest der Wärme und Liebe
ISBN: 3548742815
€ 8,95

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18.9.06 12:43, kommentieren

My Pascale Artikel Oktober 2005

Der Jahreskreis der Wicca und der Hexen

Der Kreislauf der Jahreszeiten, der Übergang und der Wechsel vom scheinbar toten Winter zum lebendigen Sommer und wieder zum toten Winter gehört zu den wichtigsten Erfahrungen und Erlebnissen der Wicca. Denn immerhin ist Wicca eine Naturreligion! Durch das immer wiederkehrende zyklische Erleben hat sich die Vorstellung eines „Jahreskreises“ oder auch „Jahresrades“ entwickelt.



Wie ein Rad mit acht Speichen
Dieses Rad besitzt acht Speichen, angeordnet wie in einem Wagenrad. Jede Speiche ist eine Station – ein Jahresfest, auch Sabbat genannt. Vier dieser acht Feste trifft man genauso im modernen Kalender an, in unserer Zeit sind sie der Beginn der vier Jahreszeiten: März, Juni, September und Dezember. Der Wicca- und auch der Heidenkalender begreifen diese Feste jedoch nicht als Anfang, sondern als Höhepunkt der jeweiligen Jahreszeit - man denke hier auch an die überlieferten Begriffe Mittsommer und Mittwinter. So wird Anfang Februar der Frühling, Anfang Mai der Sommer, Anfang August der Herbst und Anfang November der Winter gefeiert. Und obwohl sich nicht alle Wiccas und Hexen darüber einig sind, ob diese Feste im Datum variieren können oder ob sie fest sind, haben sich dennoch schließlich folgende Daten als Festtage herauskristallisiert:

Die acht Jahreskreisfeste
02.02 Imbolc
21.03. Ostara (Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche)
30.04/01.05 Beltane (Walpurgisnacht)
21.06 Litha (Mittsommer)
01.08 Lammas
21.09 Mabon (Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche)
31.10. Samhain (Halloween)
21.12 Yule (Mittwinter)

Vielen Wiccas und Hexen ist bekannt, dass diese Anpassung der Daten an den Kalender nicht ganz mit der astronomischen Uhr, dem Stand der Erde zur Sonne, übereinstimmt. Die Daten zu den Festen Ostara, Litha, Mabon und Yule können in jedem Jahr variieren und zwischen dem 20. bis zum 23. des jeweiligen Monats liegen. Auch ist man sich nicht ganz einig, wann man feiert. Es gibt Wiccas und Hexen, diee den alten Brauch der Kelten übernommen haben, schon am Vorabend mit den Festlichkeiten zu beginnen, da nach ihrer Meinung der neue Tag schon mit dem Anbruch der Nacht beginnt. Andere, daran gewohnt, dass der 1. Mai z.B. erst 1 Sekunde nach Mitternacht anfängt, feiern oft tagsüber und so vermeintlich einen Tag später.

Samhain – Das Fest der Toten
Dieses Fest wird von Wiccas und Hexen am 31. Oktober nach Sonnenuntergang begangen.
Samhain ist ein irischer Begriff und bedeutet „das Ende des Sommers“ und steht sowohl für den Anfang des Winters (Anfang November), als auch für den Anfang des keltischen neuen Jahres und wird von vielen als das „dritte Erntefest“ bezeichnet, das zugleich das Ende der Erntezeit einläutet (das erste ist Lammas, das zweite Mabon). Samhain ist auch das Fest des Abschieds, des Opfers, des Tods und der Todes- und Unterweltgottheiten.

Für die meisten Menschen ist es schwer vorstellbar, den Tod zu feiern, wo doch unsere Gesellschaft alles, was mit ihm in Verbindung steht, weit von sich weg schiebt um nicht darüber nachzudenken. Wiccas und Hexen aber stehen dem Tod nicht ablehnend gegenüber, wir haben ihn als das akzeptiert was er ist: Ein Bestandteil des Lebens. Das heißt nicht, dass wir herzlos oder kalt wären – auch wir trauern um verlorene Freunde, verstorbene Familienmitglieder oder das Haustier. Aber wir sehen den Tod auch als Übergang: Die Seele, der Geist oder wie immer man es nennen mag, bekommt die Gelegenheit, sich im Jenseits von der Inkarnation zu erholen, die gemachten Erfahrungen zu verarbeiten und sich dann irgendwann zu entscheiden, ob sie wieder reinkarniert.

Früher wurden an diesem Tag alle schwachen Tiere getötet, die den Winter nicht überlebt hätten. Dieses Fleisch wurde geräuchert, gepökelt oder auf andere Weise haltbar gemacht, um während der bevorstehenden Jahreszeit als Nahrung zu dienen. Die Legende berichtet, dass in dieser Nacht von den Druiden auch Menschenopfer dargebracht wurden.

Menschenopfer gehören zu den frühen Stufen fast aller Religionen. Eine ihrer Grundformen war das Selbstopfer, das später durch das Gefangenenopfer ersetzt und schließlich im Laufe der Zeit durch Tieropfer abgelöst wurde. Der helle Schein der Opferfeuer sollte nicht nur eine gute Ernte im kommenden Jahr garantieren, sondern auch böse Geister und Dämonen vertreiben, die, laut der Glaubensvorstellung, in dieser Nacht über die Erde wanderten sollten.

Da dieses Fest auch das Ende und den Neuanfang eines neuen Jahres symbolisierte, wurde nn jedem Haus jede Feuerstelle und jedes Feuer gelöscht. Damit war der „Tod des alten Jahres“ symbolisch dargestellt. Nach Mitternacht wurden die Feuerstellen wieder entzündet, allerdings durfte dies nur mit einem, speziell für diesen Anlass entfachtem, heiligen Feuer getan werden.

Das Christentum führte an Stelle dieses Festes „Allerheiligen“ ein. Da keltische Feste meistens am Vorabend, nach Sonnenuntergang, begannen, wurde dieser Abend durch das heute bekannte „Halloween“ (Abend vor Allerheiligen) „ersetzt“. Das Wort Halloween selbst ist eine Verballhornung des Begriffs „All Hallows Eve“, welches viel eher den Bezug zum Fest der Allerheiligen herstellt.

An Samhain sind die Grenzen zur Anderswelt - so bezeichnen Wiccas und Hexen das Jenseits - besonders durchlässig. Daher ist dies eine gute Zeit, schamanische Reisen in diese Welt zu unternehmen, und füallerhand Orakel, bei denen die toten Ahnen befragt werden können.

Vorschläge für schöne Feste an Samhain
Wenn Sie dieses Fest feiern möchten, habe ich hier ein paar Vorschläge für Sie:

Für eine Gruppe:
Möchten Sie diesen Festtag nicht alleine begehen, so laden Sie Ihre Familie und all Ihre Freunde ein! Machen Sie eine richtig schöne Zusammenkunft daraus. Nur weil dieses Fest einen ernsten, und oft traurigen, Hintergrund hat, heißt das nicht, dass wir uns nicht amüsieren, lachen oder scherzen dürfen. Der Schwerpunkt dieses kleinen Rituals liegt auf dem Gedenken unserer Ahnen.

Besorgen Sie im Vorfeld eine große Menge Teelichter und auch viele Feuerzeuge oder Streichhölzer. Stellen Sie alles auf einen Tisch, in dessen Nähe sie sich aufhalten werden. Das Ritual beginnt mit einer kleinen Einstimmung, in der Sie erzählen können, dass Samhain
ein Fest der Toten ist und sie in dieser Nacht den Verstorbenen ihre Liebe schicken wollen, wo immer diese sich auch aufhalten mögen.

Sie beginnen das Ritual. Nehmen Sie sich ein Teelicht, und erklären Sie den anderen, für wen Sie es anzünden möchten. Wenn Sie wollen, erzählen Sie, soviel wie es Ihnen beliebt über diese Person, wie Sie zu ihr standen, was sie Ihnen gegeben oder beigebracht hat, wofür Sie sie
bewundert haben. Hören Sie in diesem Punkt ganz auf Ihr Herz. Wenn Sie alles vorgetragen haben, zünden Sie das Teelicht an und stellen es an einen sicheren (feuerfesten) Ort. Nun ist einer Ihrer Gäste an der Reihe. Und so verfahren Sie reihum, bis Sie wieder an der Reihe sind.
Und so geht es weiter und weiter, bis keiner mehr ein Licht zu entzünden hat.

Sie können übrigens auch verstorbenen Haustieren ein Licht entzünden, wenn Sie es möchten. Und Sie brauchen auch nicht alles laut vor allen preiszugeben, was Sie in dieser Nacht denken! Nennen Sie einfach nur den Namen des Verstorbenen, wenn Ihnen der Rest zu persönlich ist.

Nach diesem, doch sehr besinnlichen Abschnitt des Abends sollten Sie für eine ordentliche Mahlzeit, Musik und viel gute Laune sorgen.



Für eine einzelne Person:
Bereiten Sie sich einen kleinen Altar vor, auf den Sie eine schwarze oder dunkelblaue Decke ausbreiten. Stellen Sie im Raum einige Kerzen in schwarz, rot und orangefarben auf. Auf den Altar stellen Sie je eine Kerze in dieser Farbe. Legen Sie ein paar Granatäpfel zur Dekoration
auf den Altar und ein Glas Rotwein oder Traubensaft, wenn Sie keinen Alkohol trinken. Zünden Sie danach alle Kerzen an und genießen Sie eine Weile das Spiel der Flammen. Dann versuchen Sie, sich in eine meditative Stimmung zu begeben.

Schließen Sie Ihre Augen und atmen Sie gleichmäßig ein und aus. Jetzt stellten Sie sich vor, wie Sie vor einem dunkelblauen Vorhang stehen. Er bewegt sich leicht, als ob gerade jemand hindurch gegangen ist oder der Wind ihn leicht schwingen lässt. Konzentrieren Sie sich auf eine verstorbene Person, die Sie gerne Kontakten möchten. Dann schreiten Sie durch den Vorhang hindurch auf die andere Seite. Sie befinden sich nun in der Anderswelt, und alles liegt noch in dichten, wallendem Nebel verborgen.

Schauen Sie sich um, rufen Sie die Person, wegen der Sie gekommen sind. Erscheint Sie nicht, können Sie nach ein Weile wieder "zurückkommen". Wenn sie jedoch erscheint, können Sie sich mit ihr unterhalten. Am Ende des Gespräches kehren Sie durch den Vorhang zurück in unsere Welt.

Bleiben Sie noch einige Momente mit geschlossenen Augen sitzen, und verarbeiten Sie das eben Erlebte. Trinken Sie anschließend den Wein oder Saft und genießen Sie die Kerne der Granatäpfel. Sie sollten auch für die Verstorbenen eine kleine Schale mit Wein und einigen Keksen vor ihre Tür stellen.

Dies ist übrigens ein ganz alter Brauch, der noch auf vorchristliche Kulturen zurückgeht. Da in dieser Nacht der Schleier zwischen dem Jenseits und dem Diesseits sehr dünn sind, nahm man an, die Geister Verstorbener würden in dieser Nacht über die Erde wandeln. Man stellte Kerzen oder Lampen in die Fenster und vor die Türe, um den Toten den Weg zu weisen. Draußen hingestellte Lebensmittel sollten den Toten dann die nötige Kraft geben, ihren Rückweg ins Jenseits anzutreten.

Ich wünsche Ihnen ein fröhliches Samhain!
Blessed be!
Saphiro de Mabon

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1 Kommentar 18.9.06 12:28, kommentieren

Zauberspruch für Erfolg

Heute kommt Besuch und da habe ich auch meinen Tempel aufgeräumt - er schläft in dem Raum.

Und dabei ist mir ein Gläschen mit einem bunten Pulver in die Hände gefallen. Nach einigem Überlegn fiel es mir wieder ei - das Pulver gehört zu einem Erfolgzauber, den ich zu Silvester gemacht habe. Hatte den völlig vergessen, weil ds Gläschen irgendwie hinter meine Kerzen geraten ist.

Hab dann in meinem Bds gekramt - nd nichts gefunden. Schließlich fand ich den Zauber auf einen kleinen Block geschmiert.
Naja, ich stell ihn hier mal vor:

Fülle in eie kleine Schale etwas grünen und etwas goldenen Glitte (Glitzerstaub), zünde eine goldene Kerze an, halte danach beide Hände über die Schale und visualisiere da Gewünschte.

Sprich dann folgenden Zaubersprich drei Mal:
Erfolg und Geld, kommt her zu mir.
Erfolg und Geld, klopft an meine Tür.
Erfolg und Geld, Geld und Erfolg,
ab heute seid ihr zwei mir hold!


Lade den Glitzerstaub mit Energie auf und verstreue anschließend eine kleine Menge davon vor der Haustür.

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